Ladestation richtig positionieren
Die Position der Ladestation entscheidet maßgeblich darüber, wie zuverlässig Ihr Saugroboter arbeitet. Stellen Sie die Station an einer Wand auf, die der Roboter leicht erreichen kann. Links und rechts von der Station sollten jeweils mindestens 50 cm Freiraum sein, nach vorne mindestens 1,5 Meter. So kann der Roboter die Station problemlos anfahren und andocken, ohne sich festzufahren.
Vermeiden Sie Standorte direkt neben Treppen oder auf Teppichen, da dies die Sensoren irritieren kann. Idealerweise steht die Station auf einem glatten, ebenen Boden an einer leicht zugänglichen Stelle, zum Beispiel im Flur oder Wohnzimmer. Achten Sie darauf, dass eine Steckdose in der Nähe ist, denn das Ladekabel ist bei den meisten Modellen nur etwa 1,5 Meter lang. Kleben Sie das überschüssige Kabel hinter der Station fest, damit der Roboter nicht darüber fährt.
Tipp: Wenn Sie eine Absaugstation haben, stellen Sie sicher, dass die Station mindestens 30 cm unter der nächsten Ablage steht. Der Absaugvorgang erzeugt Vibrationen und braucht Platz für die Entleerung.
App installieren und WLAN verbinden
Laden Sie die App des Herstellers aus dem App Store oder Google Play Store herunter. Für Roborock-Modelle nutzen Sie die Roborock-App, für Dreame die Dreamehome-App. Erstellen Sie ein Konto oder melden Sie sich an. Tippen Sie auf das Plus-Symbol, um ein neues Gerät hinzuzufügen, und wählen Sie Ihr Modell aus der Liste aus. Die App führt Sie durch den Kopplungsprozess.
Wichtig: Die meisten Saugroboter arbeiten nur mit dem 2,4-GHz-WLAN-Band. Falls Ihr Router ein kombiniertes 2,4/5-GHz-Netzwerk betreibt, müssen Sie möglicherweise vorübergehend das 5-GHz-Band deaktivieren oder ein separates 2,4-GHz-Netz einrichten. Halten Sie den WLAN-Knopf am Roboter gedrückt, bis ein akustisches Signal ertönt, das den Kopplungsmodus bestätigt. Geben Sie in der App Ihr WLAN-Passwort ein und warten Sie, bis die Verbindung hergestellt ist.
Häufiges Problem: Falls die WLAN-Verbindung fehlschlägt, prüfen Sie, ob Ihr Smartphone im selben 2,4-GHz-Netz ist. Starten Sie den Roboter und den Router neu und versuchen Sie es erneut.
Erste Kartierungsfahrt starten
Die erste Kartierungsfahrt ist der wichtigste Schritt. Der Roboter fährt durch Ihre gesamte Wohnung und erstellt eine detaillierte Karte mit LiDAR- oder Kameratechnologie. Starten Sie die Kartierung idealerweise, wenn niemand in der Wohnung ist und alle Türen zu den Räumen geöffnet sind, die der Roboter reinigen soll. Entfernen Sie vorab alle potenziellen Hindernisse vom Boden: Kabel, Schuhe, Spielzeug und leichte Stühle.
Je nach Wohnungsgröße dauert die erste Kartierung 30 bis 90 Minuten. Unterbrechen Sie den Vorgang nicht, auch wenn der Roboter scheinbar ziellos fährt. Er baut die Karte systematisch auf. Nach Abschluss wird die Karte in der App angezeigt. Bei mehrstöckigen Wohnungen erstellen Sie für jede Etage eine separate Karte, indem Sie den Roboter manuell in das jeweilige Stockwerk tragen und dort eine neue Kartierung starten.
Räume benennen und Zonen einrichten
Nach der Kartierung erkennt die App die einzelnen Räume automatisch und trennt sie durch farbliche Bereiche. Benennen Sie jeden Raum mit seinem tatsächlichen Namen: Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Flur und so weiter. Das ist nicht nur übersichtlicher, sondern ermöglicht auch spätere Sprachbefehle wie zum Beispiel die Anweisung, nur die Küche zu saugen.
Falls die automatische Raumtrennung nicht korrekt ist, können Sie Trennlinien manuell verschieben oder zusammenführen. Bei offenen Wohnkonzepten, wo Küche und Wohnzimmer fließend ineinander übergehen, können Sie eine manuelle Trennlinie einziehen. Innerhalb eines Raums können Sie zusätzlich spezifische Reinigungszonen definieren, zum Beispiel den Bereich unter dem Esstisch, der besonders häufig gereinigt werden soll.
No-Go-Bereiche definieren
No-Go-Zonen sind Bereiche, die der Roboter nicht befahren soll. Typische Einsatzgebiete: der Bereich um den Wassernapf des Haustieres, empfindliche Teppichfransen, niedrige Möbel, unter denen der Roboter stecken bleibt, oder der Bereich vor einer offenen Treppe. Zeichnen Sie diese Zonen in der App als Rechteck oder virtuelle Wand ein.
Zusätzlich bieten viele Modelle spezielle No-Mop-Zonen an. Diese verhindern, dass der Roboter mit aktiviertem Wischmopp über Teppiche fährt. Markieren Sie alle Teppichflächen als No-Mop-Zone, damit der Roboter dort nur saugt, aber nicht wischt. Premium-Modelle wie der Roborock S8 MaxV Ultra erkennen Teppiche sogar automatisch und heben den Mopp an, aber eine manuelle No-Mop-Zone bietet zusätzliche Sicherheit.
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Ein durchdachter Reinigungsplan nimmt Ihnen die tägliche Steuerung ab. In der App können Sie für jeden Wochentag festlegen, welche Räume zu welcher Uhrzeit gereinigt werden sollen. Ein bewährtes Schema: Die Küche wird täglich gereinigt, da dort am meisten Krümel und Schmutz anfallen. Das Wohnzimmer und der Flur werden drei- bis viermal pro Woche gereinigt. Schlafzimmer und Badezimmer reichen meist zweimal pro Woche.
Planen Sie die Reinigung auf Zeiten, in denen Sie nicht zuhause sind oder der Geräuschpegel nicht stört. Die meisten modernen Saugroboter sind mit 65 bis 70 dB zwar deutlich leiser als herkömmliche Staubsauger, aber trotzdem hörbar. Werktags um 10 Uhr oder während des Einkaufs sind ideale Zeitfenster. Aktivieren Sie die Nicht-Stören-Funktion für Nacht- und Ruhezeiten, damit der Roboter in dieser Zeit nicht startet.
Tipp: Starten Sie die erste Woche manuell und beobachten Sie, wo der Roboter Probleme hat. Passen Sie die Karte und No-Go-Zonen an, bevor Sie den Zeitplan aktivieren.
Saugstärke pro Raum anpassen
Nicht jeder Raum braucht die gleiche Saugleistung. In der App können Sie für jeden Raum individuell festlegen, mit welcher Saugstärke und Wischintensität der Roboter arbeiten soll. Für Hartböden in Küche und Flur reicht oft die niedrigste oder mittlere Stufe, während Teppiche die maximale Saugleistung benötigen. Das spart Akku und reduziert die Lautstärke.
Bei Kombirobotern mit Wischfunktion stellen Sie zusätzlich den Wasserfluss ein. Für empfindliches Parkett nutzen Sie die niedrigste Stufe, für Fliesen in Küche und Bad können Sie den maximalen Wasserfluss wählen. Manche Modelle bieten auch die Option, einen Raum mehrfach zu reinigen, zum Beispiel zweimal hin und zurück, was sich für stark verschmutzte Bereiche lohnt.
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Ein gut gewarteter Saugroboter liefert dauerhaft gute Ergebnisse. Richten Sie in der App Erinnerungen für die regelmäßige Wartung ein. Die Hauptbürste sollte alle zwei Wochen von verwickelten Haaren befreit werden. Die Seitenbürsten halten bei normaler Nutzung etwa drei bis sechs Monate. Der HEPA-Filter sollte alle zwei Wochen ausgeklopft und alle drei Monate ausgetauscht werden.
Bei Wischrobotern reinigen oder tauschen Sie die Wischpads nach jeder zweiten Nutzung. Modelle mit automatischer Mopp-Reinigung in der Absaugstation erledigen das zwar teilweise selbst, aber eine manuelle Kontrolle alle ein bis zwei Wochen ist trotzdem empfehlenswert. Prüfen Sie regelmäßig die Sensoren an der Unterseite und wischen Sie diese mit einem trockenen Tuch ab, damit die Navigation zuverlässig funktioniert.
Achtung: Waschen Sie den HEPA-Filter niemals unter fließendem Wasser, es sei denn, der Hersteller gibt das ausdrücklich an. Die meisten Filter verlieren durch Nässe ihre Filterleistung.