Design und Display: Verfeinerung statt Revolution
Samsung hat beim Galaxy S25 das Design evolutionär weiterentwickelt. Das Gerät liegt mit seinen flachen Kanten und dem Gewicht von nur 162 Gramm angenehm in der Hand. Die Rückseite besteht aus mattem Glas, das Fingerabdrücke deutlich besser abweist als bei glänzenden Alternativen. Der Aluminiumrahmen ist robust und verleiht dem Smartphone einen wertigen Charakter. In den Farbvarianten Icy Blue, Navy, Mint und Silver Shadow trifft Samsung einen zeitgemäßen Ton, der elegant wirkt, ohne zu aufdringlich zu sein.
Das 6,2-Zoll Dynamic AMOLED 2X Display zeigt sich von seiner besten Seite: brillante Farben, tiefes Schwarz und eine adaptive Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz sorgen für eine durchgängig flüssige Darstellung. Die maximale Helligkeit reicht aus, um auch bei direkter Sonneneinstrahlung Inhalte problemlos ablesen zu können. Die Displayränder fallen gegenüber dem Vorgänger nochmals schmaler aus, was dem Bildschirm einen moderneren Look verleiht. Gorilla Glass Victus 2 schützt das Panel zuverlässig vor Kratzern und kleineren Stürzen.
Leistung und Galaxy AI: Intelligenz im Alltag
Der Snapdragon 8 Elite für Galaxy ist das Kraftzentrum des S25. Im täglichen Gebrauch macht sich die gesteigerte Leistung vor allem durch noch schnellere App-Wechsel, kürzere Ladezeiten und eine butterweiche Animationsdarstellung bemerkbar. Auch anspruchsvolle Spiele wie Genshin Impact laufen in hohen Grafikeinstellungen ohne störende Einbrüche. Die verbesserte Neural Processing Unit bildet zudem das Fundament für die Galaxy-AI-Funktionen, die Samsung in den Mittelpunkt stellt.
Galaxy AI ist mehr als nur ein Marketingversprechen. Die Live-Übersetzung bei Telefonaten funktioniert erstaunlich gut und erkennt natürliche Sprachmuster zuverlässig. Wer geschäftliche Anrufe in einer Fremdsprache führen muss, wird diese Funktion schnell zu schätzen wissen. Die Chat-Zusammenfassung analysiert lange Nachrichtenverläufe und fasst sie in Kernpunkten zusammen. Die KI-gestützte Bildbearbeitung erlaubt es, Objekte im Foto zu verschieben, den Hintergrund zu ändern oder unerwünschte Elemente zu entfernen – und das mit bemerkenswert natürlich wirkenden Ergebnissen.
One UI 7 bildet die Software-Grundlage und überzeugt mit einer aufgeräumten, intuitiven Oberfläche. Samsung hat den Benachrichtigungsbereich überarbeitet, die Schnelleinstellungen logischer strukturiert und den Sperrbildschirm mit mehr Anpassungsmöglichkeiten versehen. Die Integration der KI-Funktionen fühlt sich organisch an und nicht wie ein aufgesetztes Feature. 12 GB RAM sorgen dafür, dass auch bei vielen gleichzeitig geöffneten Apps alles flüssig bleibt.
Kamera: Bewährt, aber wenig Neues
Die Kamera-Hardware entspricht weitgehend der des Vorgängers: Eine 50-Megapixel-Hauptkamera, ein 12-Megapixel-Ultraweitwinkel und ein 10-Megapixel-Teleobjektiv mit 3-fachem optischen Zoom bilden das Dreiergespann auf der Rückseite. Die Fotoqualität ist nach wie vor hervorragend, insbesondere bei Tageslicht entstehen Bilder mit natürlichen Farben, guter Dynamik und viel Detailreichtum. Die KI-gestützte Nachbearbeitung optimiert Belichtung und Weißabgleich automatisch, ohne die Ergebnisse künstlich wirken zu lassen.
Bei schwachem Licht zeigt sich der Nachtmodus verbessert, was dem neuen Bildverarbeitungsprozessor zu verdanken ist. Videos lassen sich in 8K mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen, wobei die Stabilisierung für die meisten Situationen ausreicht. Die 12-Megapixel-Frontkamera liefert scharfe Selfies und überzeugt bei Videoanrufen. Wer sich vom Galaxy S24 ein deutliches Kamera-Upgrade erhofft, wird allerdings etwas enttäuscht sein – die Verbesserungen liegen eher in der Software-Verarbeitung als in der Hardware.
Akku und Ausdauer: Solide, aber nicht sensationell
Der 4.000-mAh-Akku bringt das Galaxy S25 zuverlässig über einen vollen Tag. Bei moderater Nutzung mit Social Media, Messaging, etwas Fotografie und gelegentlichem Video-Streaming landen wir am Abend noch mit rund 20 bis 25 Prozent Restkapazität. Intensivnutzer, die viel spielen oder navigieren, sollten allerdings eine Powerbank im Gepäck haben. Die Ladegeschwindigkeit bleibt bei 25 Watt kabelgebunden und 15 Watt kabellos, was angesichts der Konkurrenz mit 65 Watt und mehr doch etwas konservativ wirkt. Eine vollständige Ladung von null auf hundert dauert rund 75 Minuten. Das ist nicht schlecht, aber auch hier gibt es Smartphones, die deutlich schneller laden. Die sieben Jahre Softwaresupport sind dafür ein starkes Argument für die Langlebigkeit des Geräts.