Design und Verarbeitung: Bewährte Eleganz
Beim Design bleibt Apple der bewährten Linie treu, und das ist keineswegs ein Nachteil. Das MacBook Air M5 behält die schlanke Silhouette mit einer gleichmäßigen Höhe von nur 11,3 mm bei. Das Unibody-Gehäuse aus recyceltem Aluminium fühlt sich in der Hand wertig und robust an. Scharfe Kanten sucht man vergeblich, die abgerundeten Ecken liegen angenehm auf dem Schreibtisch oder auf dem Schoß. Mit einem Gewicht von rund 1,24 kg gehört es nach wie vor zu den leichtesten Notebooks seiner Klasse, was es zum idealen Begleiter für unterwegs macht.
Die Farbauswahl umfasst die bekannten Varianten Mitternacht, Polarstern, Silber und Space Grau. Der Mitternacht-Ton neigt leider weiterhin etwas zu Fingerabdrücken, wobei Apple die Beschichtung im Vergleich zu früheren Generationen verbessert hat. Das Display mit Liquid Retina Technologie misst 13,6 Zoll und löst mit 2560 x 1664 Pixeln auf. Farben werden lebendig und natürlich dargestellt, die Helligkeit von 500 Nits reicht für die meisten Innenraum-Situationen problemlos aus. Für die Arbeit im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung wäre allerdings etwas mehr Helligkeit wünschenswert.
Leistung: Der M5 Chip im Alltagstest
Der M5 Chip ist das Herzstück dieses MacBook Air und liefert genau dort, wo es zählt. Im Vergleich zum Vorgänger M4 bietet er eine spürbar gesteigerte Rechenleistung, besonders bei Aufgaben, die die Neural Engine nutzen. Maschinelles Lernen, Bildbearbeitung mit Filtern und die Verarbeitung von Sprach-zu-Text-Aufgaben laufen deutlich flüssiger ab. Im Alltag bedeutet das: Safari mit 30 geöffneten Tabs, nebenbei eine Keynote-Präsentation bearbeiten und im Hintergrund Musik über Apple Music streamen – alles ohne merkbare Verzögerung.
Die Basisvariante kommt mit 16 GB einheitlichem Speicher, was für die meisten Nutzer vollkommen ausreicht. Wer regelmäßig mit größeren Projekten in Programmen wie Final Cut Pro oder Logic Pro arbeitet, sollte allerdings zur 24-GB-Variante greifen. Die 512 GB SSD im Einstiegsmodell bietet solide Geschwindigkeiten beim Lesen und Schreiben. Für Nutzer mit umfangreichen Foto- oder Videobibliotheken empfiehlt sich allerdings der Griff zur größeren Speichervariante oder die Nutzung externer Speicherlösungen.
Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass all diese Leistung komplett ohne Lüfter auskommt. Selbst bei anspruchsvolleren Aufgaben bleibt das MacBook Air absolut geräuschlos. Die thermische Regulierung funktioniert über die passive Kühlung des Aluminium-Gehäuses. Bei extremer Dauerlast kann es zwar zu leichtem Thermal Throttling kommen, aber im normalen Nutzungsszenario wird man davon nichts bemerken. Für den klassischen Büroalltag, Studium und kreative Hobbyprojekte ist die Leistung mehr als ausreichend.
Akku und Konnektivität: Ganztägig produktiv
Die Akkulaufzeit gehört zu den absoluten Stärken des MacBook Air M5. Apple verspricht bis zu 18 Stunden bei der Videowiedergabe, und in unserem Alltagstest mit einer Mischung aus Textverarbeitung, Webrecherche und gelegentlicher Bildbearbeitung kamen wir auf solide 14 bis 16 Stunden. Das bedeutet in der Praxis: Man kann morgens das Haus verlassen, den ganzen Tag arbeiten und kommt abends nach Hause, ohne das Ladekabel vermisst zu haben. Das ist ein echter Komfortgewinn, den man nicht unterschätzen sollte.
Die Integration von Wi-Fi 7 ist ein willkommenes Upgrade, das das MacBook Air zukunftssicher macht. In einem Wi-Fi-7-Netzwerk profitiert man von deutlich höheren Übertragungsraten und geringerer Latenz, was sich besonders bei großen Cloud-Uploads, Videokonferenzen und dem Streamen von hochauflösenden Inhalten bemerkbar macht. Auch Bluetooth 5.3 ist mit an Bord und sorgt für stabile Verbindungen zu AirPods, Magic Keyboard und anderen Peripheriegeräten. Die zwei Thunderbolt-Anschlüsse (USB-C) sowie der MagSafe-Ladeanschluss decken die grundlegenden Anschlussbedürfnisse ab, auch wenn manche Nutzer sich einen dritten USB-C-Port wünschen dürften.
Tastatur, Trackpad und Webcam
Die Magic Keyboard mit dem Tastenhub der neueren Generation tippt sich angenehm und präzise. Vielschreiber werden den knackigen Anschlag und die Hintergrundbeleuchtung zu schätzen wissen. Das Force Touch Trackpad ist nach wie vor eines der besten auf dem Markt und reagiert butterweich auf Gesten und Klicks. Touch ID im Ein-/Ausschalter funktioniert zuverlässig und schnell für die Entsperrung und Apple Pay. Die 1080p FaceTime HD Kamera liefert ein scharfes Bild bei Videoanrufen, und das Drei-Mikrofon-Array mit Richtwirkung sorgt dafür, dass man klar und deutlich gehört wird, auch in unruhigeren Umgebungen.