Immer vorheizen (3 Minuten reichen)
Viele Airfryer-Nutzer überspringen das Vorheizen, weil die Geräte vermeintlich schnell genug aufheizen. Doch genau wie beim Backofen sorgt das Vorheizen für gleichmäßigere Ergebnisse und eine knusprigere Oberfläche. Der Unterschied: Ihr Airfryer braucht nur 3 Minuten statt 10 bis 15 Minuten wie ein herkömmlicher Ofen. Stellen Sie die gewünschte Temperatur ein und lassen Sie den Airfryer 3 Minuten leer laufen, bevor Sie das Gargut hineinlegen.
Besonders bei Pommes, Chicken Wings und paniertem Gemüse macht das Vorheizen einen spürbaren Unterschied. Die Oberfläche beginnt sofort zu bräunen, statt zunächst langsam aufzuwärmen. Das Ergebnis ist knuspriger und die Garzeit verkürzt sich um etwa zwei bis drei Minuten. Einige Premium-Modelle wie der Philips Airfryer XXL haben eine integrierte Vorheiz-Funktion, die automatisch die richtige Temperatur meldet.
Nicht überfüllen -- Luftzirkulation ist der Schlüssel
Der häufigste Fehler von Airfryer-Anfängern: den Korb bis zum Rand vollpacken. Ein Airfryer funktioniert nicht wie eine Fritteuse mit Öl, sondern durch heiße Luftzirkulation. Wenn die Luft nicht frei um das Gargut zirkulieren kann, werden manche Stücke knusprig, andere bleiben weich. Füllen Sie den Korb maximal zu zwei Dritteln und verteilen Sie das Gargut möglichst in einer einzigen Schicht.
Bei größeren Mengen kochen Sie lieber in zwei Durchgängen. Der zweite Durchgang geht schneller, weil der Airfryer bereits aufgeheizt ist. Wenn Sie regelmäßig für die ganze Familie kochen, lohnt sich ein Dual-Basket-Modell, das zwei getrennte Fächer bietet und so das Fassungsvermögen verdoppelt.
Achtung: Leichte Lebensmittel wie Salatblätter oder dünne Brotscheiben können vom Luftstrom gegen das Heizelement gedrückt werden und verbrennen. Befestigen Sie solche Lebensmittel mit Zahnstochern oder legen Sie ein leichtes Gitter darüber.
Minimal Öl verwenden -- eine Sprühflasche ist Ihr bester Freund
Ein Airfryer braucht kein Öl, um Lebensmittel knusprig zu machen, doch ein kleiner Hauch Öl verbessert das Ergebnis erheblich. Investieren Sie in eine Öl-Sprühflasche und befüllen Sie diese mit hochwertigem Olivenöl oder Rapsöl. Ein bis zwei kurze Sprühstöße auf die Oberfläche des Garguts reichen völlig aus. Das Öl fördert die Maillard-Reaktion, die für die begehrte goldbraune Kruste verantwortlich ist.
Verwenden Sie kein Sprühöl aus der Dose, da diese oft Treibmittel enthalten, die die Antihaftbeschichtung des Korbs angreifen können. Eine wiederbefüllbare Glasflasche mit Pumpzerstäuber ist umweltfreundlicher und schont Ihren Airfryer. Bei bereits marinierten oder naturgemäß fettigen Lebensmitteln wie Hähnchenschenkel mit Haut ist zusätzliches Öl nicht nötig.
Halbzeit: Schütteln, wenden, neu verteilen
Setzen Sie sich einen Timer auf die Hälfte der Garzeit. Öffnen Sie den Korb und schütteln Sie den Inhalt kräftig durch, oder wenden Sie größere Stücke einzeln mit einer Zange. Das ist besonders wichtig bei Pommes, Gemüsestücken und paniertem Finger Food. Durch das Schütteln werden die Kontaktstellen neu verteilt und jede Seite wird gleichmäßig knusprig.
Bei flachen Lebensmitteln wie Schnitzeln, Fischfilets oder Gemüsescheiben wenden Sie einmal in der Mitte der Garzeit. Sie können den Korb jederzeit herausziehen, ohne dass der Airfryer ausgeht. Die meisten Modelle pausieren automatisch und setzen den Garprozess fort, sobald Sie den Korb wieder einschieben.
Backpapier mit Löchern verwenden
Spezielles Airfryer-Backpapier mit vorgestanzten Löchern erleichtert die Reinigung erheblich und verhindert, dass empfindliche Lebensmittel am Korb kleben. Es gibt sie passend für runde und eckige Körbe in verschiedenen Größen. Legen Sie das Papier erst in den Korb, wenn bereits Lebensmittel darauf liegen, damit es nicht durch den Luftstrom gegen das Heizelement weht.
Die Löcher im Papier sind entscheidend: Normales Backpapier ohne Löcher blockiert die Luftzirkulation und verschlechtert das Ergebnis. Wenn Sie kein spezielles Papier zur Hand haben, können Sie normales Backpapier zuschneiden und selbst Löcher hineinstechen. Verwenden Sie niemals Alufolie am Boden des Korbs, da diese die Luftzirkulation vollständig blockiert.
Die richtigen Temperaturen kennen
Der Airfryer arbeitet deutlich effizienter als ein Backofen, deshalb sollten Sie die Temperatur in der Regel um 10 bis 20 Grad niedriger einstellen als bei einem Backofenrezept. Pommes Frites gelingen perfekt bei 200 Grad Celsius für 18 bis 22 Minuten. Gemüse wie Brokkoli, Zucchini oder Paprika braucht 180 Grad für 12 bis 18 Minuten. Hähnchenbrust wird bei 190 Grad in 22 bis 28 Minuten saftig innen und knusprig außen.
Fisch und Meeresfrüchte sind empfindlicher und gelingen am besten bei 160 bis 170 Grad. Tiefkühlprodukte wie Nuggets oder Frühlingsrollen brauchen keine Anpassung und können direkt nach Packungsanweisung zubereitet werden, wobei die Garzeit meist 2 bis 3 Minuten kürzer ist als im Backofen. Führen Sie ein kleines Notizbuch oder eine Handynotiz mit Ihren persönlichen Zeiten und Temperaturen, denn jeder Airfryer ist etwas anders.
Tipp: Investieren Sie in ein digitales Fleischthermometer. Die perfekte Kerntemperatur für Hähnchenbrust liegt bei 74 Grad Celsius, für Lachs bei 63 Grad Celsius. So vermeiden Sie sowohl rohes als auch trockenes Fleisch.
Dual Basket clever nutzen
Wenn Sie einen Dual-Basket-Airfryer besitzen, nutzen Sie die beiden Fächer strategisch: Legen Sie Lebensmittel mit längerer Garzeit in den einen Korb und solche mit kürzerer in den anderen. Starten Sie den ersten Korb früher und aktivieren Sie die Sync-Finish-Funktion, wenn verfügbar. So werden zum Beispiel Hähnchenschenkel (25 Minuten) und Gemüse (15 Minuten) gleichzeitig fertig.
Die Dual-Basket-Funktion spart nicht nur Zeit, sondern verhindert auch Geschmacksübertragung. Süßkartoffel-Pommes und Fisch im selben Korb können zu unerwünschten Aromen führen. In getrennten Körben bleibt jedes Gericht geschmacklich rein.
Reinigung nach jedem Gebrauch
Reinigen Sie den Korb und die Auffangschale nach jeder Nutzung. Klingt aufwändig, ist aber in unter zwei Minuten erledigt und verhindert eingebrannte Rückstände, die später nur schwer zu entfernen sind. Lassen Sie den Korb nach dem Kochen fünf Minuten abkühlen. Dann weichen Sie ihn in warmem Wasser mit etwas Spülmittel ein und wischen ihn mit einem weichen Schwamm aus.
Verwenden Sie niemals Stahlwolle oder Scheuermittel, da diese die Antihaftbeschichtung beschädigen. Die meisten Airfryer-Körbe sind spülmaschinenfest, prüfen Sie das aber in der Bedienungsanleitung. Vergessen Sie nicht, auch das Heizelement an der Oberseite regelmäßig mit einem feuchten Tuch abzuwischen, denn dort sammeln sich Fettspritzer, die bei der nächsten Nutzung rauchen können.
HomeID App für Rezeptinspiration nutzen
Philips bietet mit der HomeID App (ehemals NutriU) eine umfangreiche Rezeptsammlung speziell für Airfryer-Geräte. Die App enthält Hunderte Rezepte mit exakten Temperatur- und Zeitangaben, die auf Philips Airfryer-Modelle abgestimmt sind. Von einfachen Snacks über Hauptgerichte bis hin zu Desserts finden Sie für jede Gelegenheit passende Ideen. Die App bietet außerdem Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit Fotos.
Auch YouTube ist eine hervorragende Inspirationsquelle für Airfryer-Rezepte. Suchen Sie nach spezifischen Gerichten wie Airfryer Lachs oder Airfryer Gemüse knusprig. Viele Food-Blogger teilen dort ihre besten Rezepte mit genauen Einstellungen. Probieren Sie jede Woche ein neues Rezept aus und Sie werden überrascht sein, wie vielseitig Ihr Airfryer ist.
Philips Airfryer XXL auf Amazon ansehen open_in_newWas NICHT in den Airfryer gehört
Auch wenn der Airfryer vielseitig ist, gibt es Lebensmittel und Materialien, die Sie unbedingt vermeiden sollten. Nasser Teig wie Bierteig oder Backteig tropft durch den Korb und erzeugt Rauch. Ganze Braten oder sehr große Fleischstücke passen nicht gut, da die Luft nicht zirkulieren kann. Käse ohne Hülle schmilzt durch den Korb und verursacht ein klebriges Chaos. Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl wird vom Luftstrom herumgewirbelt.
Verwenden Sie niemals Plastikbehälter oder Plastikfolie im Airfryer, da diese bei den hohen Temperaturen schmelzen und giftige Dämpfe freisetzen. Auch Glas ist nur bedingt geeignet: Nur hitzebeständiges Borosilikatglas, das auch für den Backofen zugelassen ist, darf in den Airfryer. Normales Glas kann durch den Temperaturschock platzen. Im Zweifelsfall nutzen Sie die mitgelieferten Zubehörteile oder spezielles Airfryer-Zubehör aus Silikon oder Metall.
Sicherheitshinweis: Stellen Sie den Airfryer immer auf eine hitzebeständige, ebene Fläche und halten Sie mindestens 15 cm Abstand zu Wänden und anderen Geräten. Die Rückseite gibt heiße Luft ab. Decken Sie die Luftauslässe niemals ab.