Design und Tragekomfort: Apples Neuinterpretation
Apple hat die AirPods 4 von Grund auf neu gestaltet, basierend auf Scans von Tausenden von Ohren. Das Ergebnis ist ein überarbeitetes Gehäuse, das bei den meisten Ohrformen deutlich sicherer sitzt als die Vorgängergeneration. Die kurzen, nach unten ragenden Stiele sind kompakter geworden und fallen weniger auf. Das Gewicht liegt bei nur 4,3 Gramm pro Ohrhörer, sodass man nach kurzer Zeit vergisst, dass man sie trägt.
Das offene Design bleibt ein bewusstes Designmerkmal: Keine Silikonaufsätze, kein Druck im Gehörgang, dafür volle Wahrnehmung der Umgebung. Für Radfahrer, Jogger im Straßenverkehr oder alle, die im Büro ansprechbar bleiben möchten, ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber geschlossenen In-Ears. Die Bedienung erfolgt über den Force Sensor am Stiel, der Druckgesten für Play/Pause, Titelwechsel und Siri erkennt. Die Gestensteuerung funktioniert zuverlässig und erfordert keine Berührung des empfindlichen Ohrs.
Klang und H2 Chip: Großer Sound aus kleinen Treibern
Der H2 Chip ist das Kraftwerk der AirPods 4 und sorgt für eine Klangqualität, die offene In-Ears dieser Größe eigentlich nicht bieten sollten. Die Bässe sind überraschend präsent und definiert, die Mitten natürlich und die Höhen klar, ohne scharf zu werden. Dank Adaptive EQ analysiert der H2 Chip kontinuierlich die Passform im Ohr und passt den Frequenzgang in Echtzeit an, um stets das bestmögliche Klangerlebnis zu liefern.
Das personalisierte 3D-Audio mit Head-Tracking ist ein echter Mehrwert beim Filmschauen und bei kompatiblen Musiktiteln. Mithilfe der TrueDepth-Kamera des iPhones erstellt Apple ein individuelles Profil der eigenen Ohranatomie und optimiert die räumliche Audiowiedergabe entsprechend. In der Praxis wirkt der Sound dadurch breiter, räumlicher und immersiver. Für Filmabende auf dem iPad oder iPhone ist das ein spürbarer Unterschied. Bei Telefonaten überzeugen die Mikrofone mit Beam-Forming-Technologie, die Hintergrundgeräusche wirksam ausblendet und die eigene Stimme klar in den Vordergrund rückt.
Akku, USB-C und Apple-Integration
Die AirPods 4 bieten bis zu 5 Stunden Musikwiedergabe pro Ladung, mit dem USB-C-Ladecase erhöht sich die Gesamtlaufzeit auf rund 30 Stunden. Für die meisten Nutzer bedeutet das: einmal pro Woche das Case laden und sich keine Gedanken mehr machen. Fünf Minuten im Case reichen für eine Stunde Wiedergabe, was sich im Alltag als äußerst praktisch erweist, etwa wenn man sich spontan in ein Meeting schalten muss.
Der Wechsel von Lightning zu USB-C war überfällig und beseitigt eine der größten Kritiken an den Vorgängern. Endlich kann man dasselbe Kabel für iPhone, iPad, MacBook und AirPods nutzen. Die Integration ins Apple-Ökosystem bleibt unübertroffen: automatischer Gerätewechsel zwischen iPhone, iPad und Mac, sofortige Einrichtung beim Öffnen des Cases neben einem Apple-Gerät und nahtlose Siri-Integration. Audio Sharing ermöglicht es, den Sound mit einem zweiten Paar AirPods zu teilen, was bei gemeinsamen Film- oder Musiksessions praktisch ist.