Design und Verarbeitung
Beide MacBooks tragen die bekannte Apple-Handschrift: schlankes Unibody-Gehäuse aus Aluminium, gleichmäßige Spaltmaße und ein Gewicht, das problemlos in jede Tasche passt. Das MacBook Neo orientiert sich am bewährten Air-Design, verzichtet jedoch auf MagSafe und setzt stattdessen auf Laden über USB-C. Das ist kein Dealbreaker, bedeutet aber, dass beim Laden ein Anschluss belegt ist -- und es gibt nur zwei davon.
Das MacBook Air M5 bietet zusätzlich MagSafe zum magnetischen Laden, sodass beide USB-C-Ports für Peripheriegeräte frei bleiben. Farblich stehen beim Air traditionell mehr Optionen zur Wahl, darunter das beliebte Midnight und Starlight. Das Neo erscheint in einer reduzierten Farbpalette, was zur preisbewussten Positionierung passt.
Beim Tastaturlayout und Trackpad gibt es keine nennenswerten Unterschiede: Beide nutzen Apples hervorragende Magic Keyboard mit Hintergrundbeleuchtung und das großzügige Force Touch Trackpad. Die Verarbeitungsqualität liegt bei beiden Geräten auf dem gewohnt hohen Apple-Niveau, und selbst beim günstigeren Neo gibt es keinerlei Anlass zur Kritik. Wer das Gerät blind aus der Verpackung nimmt, würde den Preisunterschied kaum spüren.
Leistung und Performance
Hier zeigt sich der deutlichste Unterschied zwischen beiden Geräten. Das MacBook Neo setzt auf den M4-Basischip mit acht CPU- und acht GPU-Kernen. Für Office-Arbeiten, Websurfen, Streaming und selbst leichte Foto- und Videobearbeitung reicht das vollkommen aus. Wer hauptsächlich in Safari, Pages, Excel oder Google Docs arbeitet, wird nie an die Leistungsgrenze stoßen.
Das MacBook Air M5 hingegen bringt den neueren M5-Chip mit zehn CPU- und zehn GPU-Kernen mit. In Benchmarks übersetzt sich das in rund 20 bis 25 Prozent mehr Multi-Core-Leistung und eine deutlich höhere GPU-Performance. Das macht sich vor allem bei aufwändigeren Workflows bemerkbar: größere Lightroom-Kataloge, 4K-Videoschnitt in Final Cut Pro, mehrere Dutzend Browser-Tabs parallel oder maschinelles Lernen mit lokalen Modellen laufen spürbar flüssiger.
Auch bei der Speicheranbindung liegt das Air vorne: Der schnellere Unified Memory des M5 sorgt für zügigere Datenverarbeitung, besonders bei speicherintensiven Anwendungen. Das Neo liefert solide Alltagsleistung, aber wer regelmäßig kreative oder professionelle Software nutzt, wird den Unterschied bemerken und sollte zum Air greifen.
Display und Multimedia
Beide Modelle verwenden ein Liquid Retina Display mit identischer Auflösung und P3-Farbraum. Der Unterschied liegt im Detail: Das Air M5 leuchtet mit 500 Nits spürbar heller als das Neo mit 400 Nits. Bei der Arbeit in Innenräumen fällt das kaum auf, aber im Freien oder bei direktem Lichteinfall zeigt das Air Inhalte deutlich besser lesbar an.
Ein weiterer Vorteil des Air: Es gibt eine 15,3-Zoll-Variante für alle, die mehr Bildschirmfläche bevorzugen. Das Neo ist ausschließlich mit 13,6 Zoll erhältlich. Für Multimedia-Genuss bieten beide Geräte ein gutes Lautsprechersystem mit Spatial Audio, wobei das Air dank größerem Gehäusevolumen in der 15-Zoll-Version hörbar mehr Bass und Raumklang liefert. Die Webcam ist bei beiden Modellen eine 1080p-FaceTime-Kamera, die für Videocalls völlig ausreichend ist.
Preis-Leistung: Wo steckt der bessere Deal?
Das MacBook Neo startet bei rund 899 Euro und ist damit das günstigste MacBook, das Apple derzeit anbietet. Für diesen Preis erhält man ein vollwertiges macOS-Erlebnis mit einem effizienten Chip, solidem Display und ganztägiger Akkulaufzeit. In der Windows-Welt findet man in diesem Preissegment zwar leistungsstärkere Geräte, aber keines mit der Softwareintegration, dem Trackpad und dem Betriebssystem, das Apple bietet.
Das MacBook Air M5 beginnt bei etwa 1.299 Euro und rechtfertigt den Aufpreis durch mehr Leistung, ein helleres Display, MagSafe und die Option auf 24 GB RAM sowie ein 15-Zoll-Display. Wer das Gerät drei bis fünf Jahre nutzen möchte und gelegentlich anspruchsvollere Aufgaben erledigt, investiert mit dem Air deutlich zukunftssicherer. Das Neo eignet sich hervorragend als Zweitgerät, Studenten-Laptop oder für alle, die bewusst sparen wollen, ohne auf macOS zu verzichten.